23 September 2010

Denglish

Victor Mair at Language Log has an entertaining post on Denglish: English words (or, perhaps more accurately, "English-like" words) that are used in contemporary German. 

(There is, of course, a Wikipedia article on "Denglish," because there is a Wikipedia article about everything, although this one is currently tagged as having "multiple issues.")

Mair reproduces a text with the title "Wok and Roll" (the name of a Munich restaurant) by retired Professor Antony Tatlow, containing numerous samples of "Neudeutsch" (based, it is said, entirely on genuine examples harvested in the wild):
Neudeutsches Gespräch

Das Reisen ist lange nicht mehr, was es einmal war. –

Stimmt, vorgestern gab’s einen Stromausfall in der Rush-Hour und ein Blackout in der Metropole. –

Ich hörte sogar die Highspeed-Züge blieben stehen. –

Aber ein automatisches Train-Control-System soll den Bahn-Betrieb wirtschaftlicher machen. –

Und bis dann? –

Nu, FAQ bei der Bundesbahn anklicken. –

Schafft man’s zum Airport, dann hat Lufthansa alle Flüge gecancelt. –

Wo bleibt da das Urlaubsfeeling? –

Man muß neudenken, clever sein. –

Mein Vetter hat Catering und den technischen Service outgesourct, sogar
seine Business-Kunden mietete er in den Flughafen-Lounges der Konkurenz
ein. –

Das wird ein lohnenswerter Stopover. –

Geradezu ein globaler Crossover-Hit. –

Aber trotzdem ein Jobkiller.

Hast Du denn Deine Homepage schon fertig? –

Sie ist ja nicht mandatiert! –

Aber so easy. Du brauchst nur einen coolen Screenshot, dann einige Features, ein gutes Display immer mit einem netten Gimmick. –

Da bin ich eher ganz relaxt. –

Du mußt aber zum nächsten Level kommen, überhaupt mehr Commitment
zeigen. –Ich höre die zwei Münchner Unis planen schon ein Institute for
Advanced Study. – Leuchtet ein. Im weltweiten Ranking muß Deutschland
doch aufholen, zum richtigen Global Player avancieren. –

Heute braucht man ein breites Set an Qualifikationen. –

Du weißt, wir haben schon einen Anfang gemacht: ein Info-Tisch mit
Schul-Buttons in einer Power-Point-Präsentation; sieben Freunde waren
die Models und haben die Shirts vorgeführt. Das Rollout war OK, und das
Sale ist gelungen. –

Man muß nur zum aktiven User werden. Schau doch: ‘Klicken Sie hier, um
eine kurze Beschreibung unseres Weinguts downzuloaden. Eine ausgewählte
Backlist gibt es selbstredend auch.’ –

Aber wenn es zum Crash kommt? –

Dann heißt es ‘Setzen Sie sich mit unserem Support in Verbindung.’ –

Und die ist immer in Bangalore oder Ireland. –

Also kein effektiver Troubleshootereinsatz. –

Leider ja. –

Du meinst: Leider nein.-

Yes.-

Außerdem mag ich nicht Cyber-Mobbing oder Rent-a-Vollidiot. –

Macht nichts, Du kannst dann surfen, zB. Al Gore zuhören. Der ist ja vom
Loser zum Vater Courage mutiert. Oder Qualifying im Liveticker
verfolgen. –

Aber Räikkönen ist immer top, er hat sich gestern schon wider die Pole-Position geschnappt. –

Gehen wir lieber zum Diner. –

Aber dann chinesisch. –

Wohin denn? –

Natürlich zum Wok and Roll am Isartor.
The comments on Mair's post are very extensive, and include several more amusing examples, as well as a scholarly debate on the etymology of "Handy."  Examples from the comments:
jemanden antörnen ("to turn somebody on")
Trainees (not what you think, if you're an English speaker)
Beamers (likewise not what you think)
Bodybag (really not what you think)
Shootings (likewise really not what you think)
upgedated
Oldtimer zum Verkauf (no, not your Dad)
Commenter John Stewart provides this example from an interview with fashion designer Jil Sander, published in the Frankfurter Allgemeine Zeitung on 22 March 1996:
“Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story”, sagt Jil Sander, “ich habe verstanden, daß man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.”
And commenter Robert Coren writes:
About 40 years ago, when I was a sort-of-hippie, I had a brief encounter with some German hippies in Munich, one of whom used the adjective "gestoned" (pronouncing the s as [∫], of course).
I quoted an example (mainly because of the Denglish) in my Weekend Readings this past weekend, from Peter M. Kaiser of the clothing label Kaisergwand in Munich: "Die Tracht ist einfach am boomen.  Mit Dirndl oder Lederhosen ist man halt immer gut angezozen—sie sind mittlerweile ein Mode-Must-Have."

[Note for my musicological friends: If you wade far enough down the comments to Mair's post, you'll find one from "our own" Roger Lustig, regarding his conversation with Carl Dahlhaus about the quality of the German in a book of Dahlhaus's that Lustig translated.]
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4 comments:

  1. Das Rollout war OK, und das
    Sale ist gelungen. –


    Das Rollout war OK, und DER
    Sale ist gelungen!

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  2. I'll pass that correction on to Language Log.

    I did a quick Google search just to check whether this might be one of those cases where a word appears in German with different genders (hey, it happens). But there doesn't seem to be any authentic case of "das Sale," at least in the first few pages of hits. So I'll put "der Sale" in my vocabulary list ;-)

    There are, however, several hits in German texts for the bizarre-looking "das Sale-and-lease-Back."

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  3. das Sale-and-lease-Back is a package, therefore in that case the neutrum would be correct

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  4. I just added a comment to the thread on "Denglish" at Language Log, citing your correction, and also given an example (from a German book on real estate) of "das Sale-and-lease-back-Verfahren."

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